Archives for Heimatgeschichte

Ein Schindeldach für Waldschenken

Die Waldschenken am Hochbehälter und an der Kugel haben ein Schindeldach bekommen

Frühjahrsputz – Wildwuchsbefreiung der Bäume an der Flarchheimer Chaussee

Neue Sitzgruppe Brockenblick

Am Standort des seit Generationen bekannten „Bänkchen“ (Sitzecke – Waldrand – Poststieg) entstand nach Ideen,  Initiative und Fertigung  von Gerhard Eisenhardt mit Hilfe und Unterstützung der Sparte Heimatgeschichte die überdachte Sitzgruppe – Brockenblick 
Von hier aus bietet sich , neben dem Brocken, auch ein herrlicher Blick zum Ettersberg, dem Possen und dem Kyffhäuser

Einweihung mit allen Beteiligten und Sponsoren

gemütliches Beisammensein der Sparte Heimatgeschichte

nach vollbrachter gemeinsamer Arbeit ein gemütliches Beisammensein der Sparte Heimatgeschichte bei Sonnenschein und sehr guter Laune

Sitzecke mit Tisch am Waldrand (Poststieg)

Errichtet von der Sparte Heimatgeschichte.
Fertigung der Bohlen sowie Konsolen für eine Bank und einen Tisch durch Gerhard Eisenhardt

Grenzbegehung mit Bürgern der Gemeinde Nazza im Hainich

Grenzbegehung ( Gerald Gräbedünkel und Eberhard Hauschild)  mit Bürgern der Gemeinde Nazza im Hainich (Gemarkungsgrenze  Nazza) und Zuordnung der Grenzsteine

Beitrag zum 50jährigen Jubiläum Musikverein Kammerforst e.V.

Beitrag des Heimatvereins, Sparte Heimatgeschichte – unter Bauleitung von Reinhardt Jose –  zum 50jährigen Jubiläum Musikverein Kammerforst e.V.

Freifläche vor dem Pavillion am Obergut

Ausgrabungen an der Antoniusherberge

Antoniusherberge

Wo die Straße, die von Kammerforst nach Nazza führt, den Rennstieg schneidet, findet man etwas abseits vom Wege Reste einer menschlichen Siedlung. Im dichten Holundergebüsch sieht man Steintrümmer, Reste eines Kellergewölbes und einen verschütteten Brunnenschacht. Hier soll einst die Antoniusherberge gestanden haben. Reisende, die nach Nazza wanderten oder durch die dunkle Schlucht des „Hühnerlochs“  in der Nähe, nach Mihla an der Werra hinab wollten, kehrten des öfteren hier ein, wenn sie von der Nacht oder von einem Unwetter überrascht wurden.

Wie im „Wirtshaus im Spessart“, so war  es auch hier nicht geheuer. Mancher Wanderer, der frisch und rot hier Rast machte, soll den nächsten Hahnenschrei nicht mehr gehört haben. Wer nur einigermaßen den Eindruck erweckte, Geld und Gut sein Eigentum zu nennen, verließ die Schwelle des geldgierigen  Wirtes nicht wieder. Als die Mordtaten sich häuften und endlich die stillen Vermutungen dem Wirte als Tatsachen bewiesen werden konnten, war die Erregung der Bewohner der umliegenden Ortschaften groß. Sie machten sich auf – es soll im Jahre 1568 gewesen sein – , zerstörten die Herberge, so dass kein Stein auf dem anderen blieb und hingen den Mörder, den die Sage Paul Vischering nennt, am Waldrande auf.

Noch heute heißt jener Waldrand „Galgenhuber“.

Otto Busch 1925

Fast jeder Kammerforster kennt diese Sage. Heute wird diese idyllische Lichtung im Volksmund Keller genannt. Eine Sitzgruppe wird von Wanderern gern zum Ausruhen genutzt.

Der Standort der Antoniusherberge ist nur unter Bäumen und Gestrüpp zu erahnen. Mündliche Überlieferungen erzählen, dass ein begehbares Kellergewölbe noch vor vielen Jahren erhalten war, welches aber der ansässige Baron aus Sicherheitsgründen zuschütten ließ.

In unserer Sparte Heimatgeschichte wollten wir dem nachgehen und Reste vom Gebäude bzw. Kellergewölbe freilegen.

Mit Genehmigung des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie Weimar sowie in Absprache mit den Waldbesitzern wurden wir tätig.

Die ersten Suchgrabungen begannen wir mit Hacke und Spaten am 12.09.2018. Ziel war eine Sondierung des Geländes und Festlegung der weiteren Aktivitäten mit technischer Unterstützung eines Baggers.

Für den 10. Oktober stellte uns eine ansässige Baufirma großzügig einen Bagger bereit, mit dem Wolfgang Ackermann gekonnt mehrere Gräben bis zum gewachsenen Boden durch das Trümmerfeld der ehemaligen Antoniusherberge und dem vermuteten Gewölbekeller zog.

Es wurden viele Steine, Ziegeln, Ton- und Glasscherben gefunden. Gewölbe oder komplette Mauerreste konnten nicht geordert werden.

Es ist zu vermuten, dass die Mauern nach dem 16. Jahrhundert als Steinbruch dienten und zum großen Teil abgetragen wurden. Auch der gefundene Schutt stammte hauptsächlich aus dieser Zeit und hatte nichts mit dem Original vom 11. bis 16. Jahrhundert zu tun.

Nach Sichtung und Auswertung der Fundstücke und einer zünftigen gemeinsamen Brotzeit mit frischem Gehacktes und selbstgeschlachteter Wurst wurden die Schachtungen wieder verfüllt und das Gelände geebnet.

Herbert Koch

Erneuerung der Bänke am Turnplatz

Erneuerung der Bänke am Turnplatz  an der Freiheitseiche durch die Mitglieder der Sparte Heimatgeschichte.